On the Road Again
Der Titel ist Programm. Stilecht begeben wir uns ins 60's Diner, welches gestern ja leider geschlossen war und machen wenigstens noch ein paar schöne Fotos.
Nun liegen 220 Kilometer Wegstrecke vor uns, für die man laut Google Maps gute drei Stunden einplanen muss. Los geht es wieder über die Garden Route auf der N2.
Hier sei einmal nebenbei erwähnt, dass das Autofahren in Südafrika zumindest mal außerhalb der großen Städte sehr entspannt verläuft. Entgegen aller Erwartungen wird meist sehr rücksichtsvoll gefahren und zum Überholen immer viel Platz gelassen.
Wir machen einen kleinen Zwischenstopp in dem schönen Städtchen Knysna, welches entlang der Garden Route wohl ohne Übertreibung als Luxusgegend angesehen werden darf (zumindest im Stadtkern). Wer die Garden Route erkundet sollte hier auf jeden Fall einen Halt einplanen.
Hierher ziehen viele Johannesburger, wenn sie es zu etwas gebracht haben und sich einen Wohnsitz in einer sicheren Gegend suchen. Auch als Zweitwohnsitz für Ausländer ist der Ort sehr beliebt. Verglichen zu Deutschland sind die Immobilienpreise immer noch niedrig. Für den Preis einer 50-qm-Zweizimmerwohnung in München kann man sich hier schon eine kleine Villa mit 2000 qm Grund dazu kaufen. Oder auch ein Haus in einer der hier sehr beliebten Gated Communities.
Gated Communities nennt man hier die eingezäunten Areale mit ganzen Wohnvierteln, die rund um die Uhr bewacht werden. Sie bieten mit die beste Sicherheit, die man in Südafrika für seinen Wohnsitz bekommen kann.
Thema Sicherheit: Obwohl wir uns bisher zu keinem Zeitpunkt wirklich unsicher gefühlt haben, ist das Thema Kriminalität hier durchaus relevant. In verschiedenen Bereichen wird man sogar an den Straßen darauf hingewiesen und sollte es dann tunlichst unterlassen, dort anzuhalten oder gar auszusteigen. Man bekommt aber auch sehr schnell ein gutes Bauchgefühl, wo man sich frei bewegen kann und wo man lieber im Auto bleibt.
In Knysna machen wir kurz Mittagspause im île de païn. Für mich ein echtes Highlight. Guter selbst gerösteter Kaffee und selbst gebackenes Sauerteigbrot ... wirklich lecker! Auch das restliche Essen toll. Ein echter Tipp!
Danach fahren wir weiter Richtung Oudtshoorn, wo wir unsere letzte Nacht in einer Lodge verbringen werden, der Hlangana Lodge. Wir verlassen dafür die N2 und wechseln auf die N12, die uns direkt in die Berge entlang der Garden Route führt. Der Ausblick hier ist traumhaft und die Natur erstrahlt im satten Grün. - Okay, das tut sie eigentlich schon die Ganze Zeit, aber die Landschaft ist doch immer wieder sehr abwechslungsreich.
Auch diese Unterkunft ist wieder wirklich toll und wir können mittlerweile eigentlich gar nicht mehr sagen, wo wir am schönsten untergebracht waren. Alle Lodges waren letztlich auf ihre Art unvergesslich.
Zum Ausklang des Tages genießen wir noch ein leckeres Mahl im Ebony & Ivory in Oudtshoorn. Der Name des Restaurants ist tatsächlich abgeleitet vom gleichnamigen Songtitel von Paul McCartney und Stevie Wonder. Das Essen ist wie so oft hier in Südafrika hervorragend. - Der beste Strauß, den ich je gegessen habe! - Okay, so viele waren es noch nicht, aber bei Aldi gibt es auch Straußensteaks und die können nicht mithalten. 😜