Kap der Guten Hoffnung

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Kap der Guten Hoffnung

Heutige Routenplanung: Muizenberg - St. James - Simon's Town (Boulders Beach) - Table Mount National Park (mit Cape Point und Kap der guten Hoffnung) - Misty Cliffs - Chapman's Peak Drive - Hout Bay. Einmal im Uhrzeigersinn um die gesamte Kap-Halbinsel. Unser Programm zeigt schon, heute ist wieder früh aufstehen angesagt.

Wir machen uns über die N2 und später die M3 auf in Richtung Muizenberg. Bereits um acht Uhr treffen wir dort ein. Die Sonne versteckt sich noch hinter einer Wolke, als wir uns in Richtung Strand zu den berühmten, bunten Surferhütten auf den Weg machen, aber als wir dort ankommen geht auch diese Wolke zur Seite und bietet uns einen traumhaften Blick auf einen ewig weiten Strand. Die Surferhütten wurden mittlerweile originalgetreu neu errichtet, da die alten einfach die beste Zeit hinter sich hatten, sind aber weiterhin ein wunderbares Motiv.

Anschließend gehen wir zum Frühstück ins Tiger's Milk in unmittelbarer Strandnähe. Wir sind damit einer Empfehlung aus einem anderen Reiseblog gefolgt. Und nachdem wir bereits so oft über das gute Essen in Afrika geschwärmt haben, können wir hier endlich auch mal kundtun, dass das Tiger's Milk wirklich sehr mittelmäßig war. Kein Betrieb, desinteressiertes Personal, ein schlechter Cappuccino und bestenfalls durchschnittliches Essen. Falls Ihr also mal nach Muizenberg kommt, geht besser wo anders hin.

Schlecht gestärkt, aber immer noch bestens gelaunt geht es ein paar Kilometer weiter nach St. James. Dort gibt es ebenfalls einen kleinen Strandabschnitt mit bunten Badehütten und daneben noch einem Gezeitenpool zum Baden. Unter den Felsen im Meer verstecken sich Seesterne. St. James ist weniger bekannt als Muizenberg, aber man sollte hier trotzdem einen kurzen Stopp einlegen.

Danach machen wir uns auf den Weg zum Boulders Beach. Wir fahren aber daran noch vorbei zum Middle Beach und kommen damit sozusagen von hinten. Der Eingang dort ist weniger überlaufen und sicherlich auch in der Hauptsaison die bessere Option als der Haupteingang.

Zuerst erkunden wir den Middle Beach mit seinen riesigen Steinformationen. Ein richtiges Abenteuer darauf und darunter herumzuklettern. Anschließend gehen wir die Holzstege am Ufer zurück zum Boulders Beach zu den Pinguinen. Da gerade Brutzeit ist, entdecken wir auch viele junge Pinguine, die noch wie Plüschtiere ausschauen in den Sträuchern.

Der Boulders Beach selbst bietet aus unserer Sicht nicht mehr, als Bettys Bay, allerdings ist dort viel mehr los. Da der Eintritt in den Nationalpark am Boulders Beach auch fast fünfmal so teuer ist, würden wir im Zweifelsfall empfehlen eher einen Ausflug nach Bettys Bay zu machen, wenn man nur die Pinguine sehen möchte.

Nach dem Boulders Beach fahren wir weiter zum Cape Point National Park. Dort klettere ich zum Leuchtturm am Cape Point, während Sabine und Pauline shoppen gehen und Antilopen sehen. Von Cape Point aus kann ich weit unten im Meer aber zumindest ein paar Delfine beobachten. Wieder vereint essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag, wobei wir von sehr aufdringlichen Vögeln umgeben sind, die die ganze Zeit hoffen, dass etwas für sie abfällt.

Danach fahren wir natürlich noch zum Strand runter, um dort ein Foto am berühmten Kap der guten Hoffnung zu machen. Am Straßenrand begrüßt uns ein Strauß. Hier an der Spitze der Kap-Halbinsel treffen der indische Ozean und der Atlantik aufeinander, weshalb das Kap in der Seefahrt eine solche Bedeutung genießt, obwohl es nicht wirklich der südlichste Zipfel von Südafrika ist. Dieser liegt weiter östlich am Kap Agulhas.

Mittlerweile ist es schon nach 15 Uhr und wir machen uns auf den Rückweg. Bei Misty Cliffs halten wir wirklich nur kurz für einen Fotostopp um einen Blick auf den nächsten traumhaften Strand zu werfen.

Danach geht es auf den Chapman's Peak Drive. Die enge Küstenstraße mit ihren 114 (!) Kurven schlängelt sich auf neun Kilometer Länge malerisch entlang der Felsformationen und ist ein weltweit beliebtes Motiv für Werbe- und Videoaufnahmen. Die Straße ist eng und teilweise auf Tempo 20 beschränkt. Der Ausblick ist fantastisch. Leider kann man nur an ganz wenigen Punkten überhaupt anhalten, weil es fast keine Parkmöglichkeiten am Rand gibt. Trotzdem ein bleibender Eindruck, den Chapman's Peak bei uns hinterlässt.

Danach schauen wir kurz in Hout Bay, ob sich eine gute Gelegenheit zum Essen auftut. Der Ort ist aber weniger einladend und wir verwerfen den Gedanken wieder.

Spontan suchen wir uns ein Restaurant am Champs Bay. Dieser Strandabschnitt liegt kurz vor unserem Apartment. Er scheint das Nizza von Kapstadt zu sein. Hier treffen sich die Reichen und Schönen. Also genau das richtig für uns. 😁

Wir gehen Steak essen im Bo-Vine, dem Restaurant mit den besten Kritiken im Netz. Und wir werden auf gar keinen Fall enttäuscht. Das Fleisch und der Service sind herausragend. Das Essen ist am Ende für hiesige Verhältnisse am oberen Ende der Preisskala, aber gegen 90 Euro für 600 Gramm Fleisch, Beilagen und Getränken inkl. Trinkgeld kann man nichts sagen.

Satt und zufrieden fallen wir danach in unsere Betten.