Joburg und Stonecutters Lodge
Exakt um 19:52 Uhr landen wir in Johannesburg, Südafrika.
Johannesburg wird umgangsprachlich wahlweise als "Joburg" oder "Jozi" bezeichnet. Und das Wichtigste gleich vorweg: Unser Gepäck ist tatsächlich mit uns gereist und somit können wir gleich nach den Einreiseformalitäten unsere Koffer am Gepäckband in Empfang nehmen.
Unsere klare Empfehlung von allen Seiten für Johannesburg lautet: Meiden und so schnell wie möglich verlassen. Auch wenn es durchaus in verschiedenen Reiseblogs Positives von Joburg zu berichten gibt, wollen wir den Ratgebern folgen. Da wir uns in Südafrika bisher überhaupt nicht auskennen, werden wir nichts riskieren.
Zuerst besorgen wir uns zwei Prepaid-SIM-Karten bei Vodacom. Manchmal erreicht man die Lodges wohl nur per Telefon und das ist dann über einen lokalen Mobilfunk-Anschluss doch deutlich billiger.
Anschließend holen wir bei SIXT unseren Mietwagen ab. Den hatten wir bereits über unser Reisebüro reserviert. Das klappt also problemlos. Ach ja, wir haben über Explorer Fernreisen gebucht. Da wir überhaupt keine Erfahrung haben, schien uns das am sichersten und eine Freundin von uns arbeitet dort. Sie hat uns an einen Kollegen vermittelt, der in Namibia aufgewachsen ist und sich perfekt auskennt.
Mit dem Mietwagen machen wir uns dann direkt auf dem Weg zu unserer ersten Lodge auf halber Strecke zum Kruger-Nationalpark (nicht wie manchmal fälschlicherweise zu lesen "Krüger-Nationalpark").
Wir machen nur einen kurzen Stop, um kurz bei Galito's einen Happen zu essen. Das Essen auf dem Flug war ehrlich gesagt nicht so toll oder zumindest nicht nach unserem Geschmack. Danach geht es gleich weiter zu unserer ersten Unterkunft, der Stonecutters Lodge.
Die Abfahrt hätten wir dann trotz Navigationssystem um ein Haar verpasst. Die "Straße" ist bestenfalls ein Feldweg und auch auf dem ist es gut mit Allrad unterwegs zu sein. Nach ca. einem Kilometer erreichen wir ein verschlossenes Tor und wir müssen kurz die dort angeschriebene Nummer anrufen, um eingelassen zu werden.
Jetzt stellen wir fest, dass wir im Vodacom-Laden am Airport nicht gut aufgepasst haben. Trotz Nachfrage wurde uns offensichtlich ein reines Datenpaket (ohne Sprachanrufe) verkauft. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als über unsere deutsche Mobilfunknummer anzurufen. - Ein teurer Spaß, den wir hoffentlich nicht allzu oft in Anspruch nehmen müssen.
Am Haupthaus werden wir dann sehr nett empfangen und unser erstes Domizil, das Stone Cottage, ist einfach sagenhaft. Wohnzimmer mit Ofen, großes Schlafzimmer, Bad, Toilette und alles wunderbar schön hergerichtet.
Eindrücke des Stone Cottage in dem wir untergebracht sind
In den Bäumen turnen hier überall die Affen rum. Das sind dann tatsächlich auch die ersten wilden Tiere, die wir sehen. Auf dem Weg hierher haben wir nur Rindvieh, Schafe und ein paar Pferde gesehen. Also fast alles wie zu Hause.
Nach einem Rundgang über das Anwesen bekommen wir Abends ein wunderbares Drei-Gänge-Menü serviert. Das Ambiente erinnert an ein Wohnbereich im Südstaaten-Flair mit offenem Kamin, der auch angeheizt ist. Mittlerweile ist es ziemlich kalt geworden. Es ist ja auch Winter. Bis zum Essen setzen wir uns vor den Kamin und bestellen uns schon mal was zu trinken.

Hier wird das Essen serviert
Das Essen ist richtig lecker. Eine wirklich ausgezeichnete Gemüsesuppe und zum Hauptgang eine leckere Hühnerfrikassee-Pastete. Auf den Nachtisch verzichten wir alle dankend. Wir sind pappsatt und zufrieden.
Danach geht es zurück ins Stone Cottage. Da es hier keine Heizung gibt ist es richtig Kalt. Wir heizen uns den Ofen ein und machen es uns auf dem Sofa gemütlich. Und ich schreibe hier noch unseren Tagebucheintrag für den Blog.
Gute Nacht!